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Jan Hus (1369-1415) wird zu den Vorreformatoren gerechnet. In seiner Lehre zweifelte er das Papsttum an. Zugleich fördert er das tschechische Nationalbewustsein und drängt den deutschen Einfluß zurück. Auf dem Konzil zu Konstanz soll der inzwischen vom Papst gebannte Hus sich rechtfertigen. Trotz eines Geleitbriefes, der allerdings nur für den Weg nach Konstanz galt, wird er verhaftet und als Ketzer verbrannt.

Die Hinrichtung von Jan Hus führt zu den blutigen Hussitenkriegen. Die Hussiten, wie sich die Anhänger des tschechischen Reformers nennen, plündern die Kirchen in Böhmen und weigern sich, Kaiser Sigismund als ihren Herrscher anzuerkennen. Sie sind den gegen sie eingesetzten Ritterheeren zunächst militärisch überlegen.

Auch in der Mark fallen die Hussiten ein. Es kommt zu Plünderungen und Brandschatzungen in der Umgebung Berlins, bei Fürstenwalde, Straußberg und Bernau, auch Teile der Stadt Frankfurt an der Oder gehen in Flammen auf. Ende April 1432 ziehen sich die Hussiten aus der Mark zurück.

Im Diorama ist ein Bannerträger der Hussiten dargestellt. Der silberne Kelch auf dem schwarzen Grund ist heute noch im Wappen des Bezikes Neukölln von Berlin enthalten. Er symbolisiert den Kampf für das Abendmahl mit Brot und Wein.

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Hussiten