Nach dem Siebenjährigen Krieg (1757 - 1763) mußten in Preußen große Finanzprobleme gelöst werden, um im Lande die schweren Folgen des Krieges zu überwinden.

Zwei Genußmittel, Tabak und Kaffee, ließen große Mengen von preußischen Talern ins Ausland fließen. Mit Tabak konnte man sich durch Eigenanbau im Lande helfen, anders war es mit Kaffee. Dieser mußte im Ausland gekauft werden, demzufolge blühte der Kaffeeschmuggel, hauptsächlich aus Holland.

Um diesen Schmuggel bzw. das Schwarzbrennen zu unterdrücken, setzte Friedrich Akzisebeamte ( Steuer-/Zollbeamte ) ein, die jederzeit in jedes Haus eindringen konnten, wenn sie Schwarzbrennerei vermuteten. Im Volksmund hießen sie die "Kaffeeschnüffler". Denn wenn im Haushalt geschmuggelter Kaffee gebrannt wurde, verriet die starke Duftentwicklung geschmuggelte Kaffeebohnen, die an Ort und Stelle nach Hausdurchsuchung beschlagnahmt wurden.

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Kaffeeschnüffler