Da Friedrich des Großen Ehe kinderlos geblieben und sein ältester Bruder August Wilhelm bereits verstorben war, folgte ihm sein Neffe, der älteste Sohn von August Wilhelm, als Friedrich Wilhelm II. auf den Thron. Er war von stattlicher Figur, aber im Gegensatz zu seinem Onkel fehlte es ihm an eisernem Willen und unermüdlicher Arbeitskraft.

Gern rief er schöne Frauen an seinen Hof. So errichtete er für seine Geliebte, der "schönen Wilhelmine Enke", auf der Pfaueninsel ein Lustschlößchen. Dieses Schlößchen, als Ruine wie ein römisches Landhaus erbaut, war von Potsdam aus leicht mit dem Boot zu erreichen. Friedrich Wilhelm ernannte seine Geliebte zur Gräfin Lichtenau. Nach dem Tode des Königs im Jahre 1797 wurde sie von seinem Nachfolger mit Festungshaft belegt. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe erwiesen sich aber als unbegründet.

Gegen Ende der Regierungszeit von Fridrich Wilhelm II. deuten sich bereits die großen politischen Veränderungen in Europa an - die Französische Revolution und die Ära Napoleons sollten später Preußen an den Rand des Niedergangs bringen.

Allerdings wuchs unter seiner Herrschaft das preußische Staatsgebiet durch die Teilung Polens.

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Wilhelmine Enke