Die europäische Ordnung, die der Wiener Kongreß geschaffen hatte, brach im Revolutionsjahr 1848 zusammen. In Paris und Wien, in Italien und Ungarn erschütterten Aufstände das konservative politische System, um bürgerliche und nationale Freiheit zu erlangen.

Auch in Deutschland brachen Revolutionen aus. Am 18.März kam es vor dem Berliner Schloß zu Zusammenstößen zwischen Militär und Volk, Schüsse fielen. Die aufgebrachten Bürger gingen auf die Barrikaden. Von den Straßenkämpfen erschüttert, zog der König seine Truppen ab und verneigte sich vor den im Schloßhof aufgebahrten gefallenen Revolutionskämpfern.

Sein Bruder, der spätere Kaiser Wilhlem I., den die Berliner wegen seines harten Vorgehens den "Kartäschenprinz" nannten, mußte außer Landes fliehen.

Aber der Sieg der Revolution war nur von kurzer Dauer; zwar gab der König Friedrich Wilhelm IV. Preußen eine Verfassung, aber die konservative Gegenbewegung setzte sich durch. Die hochfliegenden Pläne der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche scheiterten.

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Revolution 1848