Mit der Gründung der deutschen Reichspost 1871 wurde ein flächendeckendes Netz von Postanstalten aufgebaut. Durch die Landbriefträger, die auch die entlegensten Siedlungen bedienten, entstanden enge Beziehungen der Post zur Bevölkerung. Dadurch erbrachte die Post auch Dienstleistungen, die nicht zu ihren eigentlichen Aufgaben gehörten, z.B. Vertrieb von Steuermarken, Versicherungsmarken und Auszahlung von Renten.

Die Darstellung, einem koloriertem Holzstich nach einer Zeichnung von Werner Zehme nachempfunden, verklärt die Situation der Briefträger. Es war (und ist) harte und schlechtbezahlte Arbeit. 1890 betrug der Monatslohn 110 Mark, bei täglich bis zu 12 Stunden Arbeitszeit. Ein Pfund Brot kostete 15 Pfennig. das Briefporto betrug 10 Pfennig.

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Briefträger